Dienstag, 27. November 2018

die Buchbloggerin

Es ist aufregend mit den eigenen Texten nach Außen zu gehen, denn ich möchte begeistern, anregen, unterhalten – aber was ist, wenn jemand sie nicht mag oder gar kritisiert?

Es war eine neue Erfahrung, "Asmarom" in den Händen einer Vielleserin, Büchernärrin, Textliebhaberin und Kritikerin zu wissen. 

Die Buchbloggerin Goldkindchen hat eine Buchbesprechung zu "Asmarom und die Superhelden" veröffentlicht.
https://goldkindchen.blogspot.com/2018/11/1862018-asmaron-und-die-superhelden.html#more

Ich danke Goldkindchen für ihre Zeit und Bücherleidenschaft, für ihre Gedanken und die differenzierte Betrachtung. Über ihre fünf Sternchen freue ich mich mit Asmarom, Ben und Tobi. Jolanta ruft: "Gwiazda? Wie schön meine Susannchen", und klatscht fröhlich in die Hände.




.

Samstag, 20. Oktober 2018

Über Freundschaft

Wir haben einen großen Garten mit Tannenbäumen, dort gedeihen nur wenige Blumen. Damit es bunter ausschaut, hatte ich im Frühjahr eine Wimpelkette von Baum zu Baum gespannt. Die Stoffdreiecke flatterten im Wind oder kleben zusammen, wenn es regnete und rollten sich wieder auf, wenn die Sonne schien. Sie hielten dem Wetter stand bis ein Herbststurm kam, der selbst das Trampolin durch den Garten rollte. Meine Wimpelkette zerriss und peitschte mit seinen zwei Enden durch die Luft.
Später holte ich eine Leiter und band sie zusammen, zerrte und zog, um einen festen Knoten hinzubekommen. Die Wimpel sind nun ein straffgezogenes Seil und stehen in der Luft. Nichts flattert. Nichts schwingt. Keine Bewegung. Es dauerte nicht lang und das Seil riss erneut.

An einer Freundschaft zerren Meinungsverschiedenheiten, Missverständnisse und Enttäuschungen. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass ein buntes, fröhliches und belastbares Freundschaftsband reißt. Lose Enden schlagen im Alltagssturm. Man muss das reparieren, denke ich und versuche das Band zu verknoten.
Wir verhalten uns so, als gäbe es keine Missverständnisse. Wir bemühen uns um Nachsicht, meiden bestimmte Themen und unterlassen die einst vertraute Umarmung. Aber der Knoten hat das Band verkürzt. Nichts schwingt. Keine Bewegung. Es herrscht zu viel Spannung und bei der nächsten Uneinigkeit reißt das Band erneut, aber an einer anderen Stelle. Ein zweiter Knoten gelingt nicht, das Band ist zu kurz. Die Freundschaft ist zerrissen.

Mein Mann holte die große Leiter aus der Garage, kraxelte die Tannen hoch und wickelte eine Wäscheleine um die Stämme. Meterlang zog sich das Seil von Baum zu Baum, daran fummelte er die Wimpelstücke. Geduldig reparierte er meinen Gartenschmuck, bekam dabei lahme Arme und einen steifen Nacken.

Ich wünschte, irgendwann kommt auch jemand und nimmt sich die Zeit, das zerfetzte Freundschaftsband zu reparieren. Es muss etwas Neues in die Zerrissenheit gewebt werden mit einem Faden aus Vergebung und Zeit und Geduld. Diesen Faden kann ich nicht alleine zwirbeln, dafür braucht es den abgewendeten Freund.


Bis dahin zappeln zwei Bänder in der Luft
und wenn es windstill ist,
hängen sie schlaff am Stamm.  



.

Dienstag, 9. Oktober 2018

Begegnungen

Schurke und Helden dicht beieinander und sie haben viele Gemeinsamkeiten: Risiokobereitschaft, Grenzen überwinden, sich verändern.

Josef Müller und seine James-Bond-reife Biografie über Betrügereien, Flucht, Reichtum, Gefängnis und wahren Reichtum. 
"Ziemlich bester Schurke"  erschienen im Fontis-Verlag




.

Samstag, 29. September 2018

im Alltag

Schreiben ist eine einsame Tätigkeit. Man ist mit seinen Gedanken, Gefühlen und Widersprüchen allein. Umso schöner sind die Momente, wenn etwas von außen geschieht, wie ein Gespräch mit Experten während der Recherche oder der Austausch mit den Schreibkolleginnen oder man das Buch tatsächlich in den Händen hält.

Jetzt kann es verschenken, verkaufen, es aufschlagen und vorlesen. Ich freue mich an der Sichtbarkeit meiner Ideen!

Und das geschieht, wenn "Asmarom und die Superhelden" auf unserem Küchentisch liegen. 



Mehr Infos hier:www.asmarom-superhelden.de


.

Mittwoch, 19. September 2018

Schönste Zeit des Jahres?

Wir haben ihn wieder – den Alltag. Langsam pendelt er sich auf Arbeit und im Familienleben ein.

Sehnsüchtig verabschiede ich die langen Tage. Sie kommen erst nächstes Jahr wieder. Im Frühjahr tönte die Werbung über die schönste Zeit des Jahres: der Sommerurlaub. Da müsse man sich etwas gönnen, das Besondere suchen und Abenteuer wagen. Schließlich spart man elf Monate auf die schönste Zeit des Jahres.

Zwei bis drei Wochen Urlaub sind die schönste Zeit des Jahres? Wirklich?
Das schraubt die Erwartungen an Freizeit, Sorgenfreiheit und Harmonie in die Höhe und wenn man sich zankt, schlechtes Essen bekommt, es regnet, im Stau steht, sich verfährt, das Servicepersonal unfreundlich ist … dann ist man doppelt enttäuscht, 
schließlich ist es ja die schönste Zeit des Jahres.

Zu Brautleuten sagte man auch, dass die Hochzeit der schönste Tag in ihrem Leben sei. Was für eine blöde Aussage. Nach der Hochzeit sollten die schönsten Tage noch kommen. Nach dem Sommerurlaub kommt die schönste Herbstzeit des Jahres, gefolgt von der schönsten Winterzeit des Jahres. 

Vor Jahren habe ich mein Lebensmotto so formuliert: Das Besondere liegt im Alltäglichen! Ich will die Augenblicke in meinem Alltag sammeln, die schön, wahr und gut sind. Mal angenommen ein Augenblick reicht von einem Lidschlag bis zum nächsten, dann erleben wir am Tag ca. 16200 Augenblicke, denn der Mensch blinzelt zwischen 11 und 19 mal pro Minute. Selbst in einer zehnminütigen Pause, erleben wir 1500 Augenblicke, da wird doch was Schönes dabei sein, oder?

Ich bin überzeugt, dass man die großen Feiertage, die besonderen Reisen oder den langersparten Urlaub auch nur genießen kann, wenn man zuvor das Besondere im Alltäglichen entdeckt hat.


Im Urlaub: Da musste ich zweimal hinschauen,
um das Boot zu entdecken = ein schöner Augenblick :)

PS: Auf Instagram bin ich die Augenblickesammlerin :)



.

Donnerstag, 6. September 2018

90 Sekunden

Da schreibe ich zwei Jahre lang hunderte von Seiten und dann soll ich spontan in 90 Sekunden sagen, worum es geht. Das ist schwieriger als man denkt! 






#Fontis#Asmarom#Jugendbuch#Neuerscheinung#Herbst



.