Montag, 12. Juni 2017

auf in die Heimat

Zum ersten Mal lese ich in meiner Heimatstadt Frankfurt (Oder) und ich freue mich auf all die Menschen dort, auf neue Begegnungen und alte Bekannte.
Manche meiner Geschichten sind aus Erlebnissen in Brandenburg entstanden wie "Magic Manni", der durch den Oderbruch kurvte.
Ich lese im Saal der Wichern Diakonie und in dieser Einrichtung hatte ich vor fast 20 Jahren ein Praktikum als Ergotherapeutin absolviert. Dort habe ich Menschen kennen gelernt, die in der Geschichte "Die oberste Direktive" das Leben feiern.

Ich freue mich auf meine kleine Lesereise und für all das, was ich nicht in Worte fassen kann, findet Klaudia die richtigen Töne.


Nicht ohne Grund
eine musikalische Lesung mit Klaudia Debreová (Piano)



Donnerstag, den 29. Juni um 18:30 Uhr in Beeskow
Kupferschmiede
Mauerstraße 28
15848 Beeskow

Freitag, den 30. Juni um 19:00 Uhr in Frankfurt (Oder)
Wichernsaal der Sichern Diakonie
Luisenstraße 21-24
15230 Frankfurt (Oder)




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Donnerstag, 1. Juni 2017

2. Hörprobe

Ich mag Manni, eigentlich heißt er anders, aber er wählte einen neuen Namen. 
Jetzt hätte er auch gerne ein neues Leben.



Das Hörbuch mit 7 Geschichten ist hier Susanne.ospelkaus@gmx.de für 4€ + Versand erhältlich.




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Freitag, 26. Mai 2017

Hörprobe


Ein "Ohrenhäppchen" … passend zum heutigen Sommertag

Der Limoncello


aus dem Hörbuch DENNOCH
Spielzeit 38 min
Sprecher Thomas Rauscher
Piano Klaudia Debreová
Preis: 4€ / Versand 5€

Bestellungen unter:


hörbar

Liebe Freunde,
nun könnt Ihr Euch eine kleine Geschichtenauswahl von mir anhören. 
Dennoch – Geschichten über Lebenswenden
Meine Figuren finden ihre eignen Antworten auf die Frage, was das Leben wertvoll macht; mal humorvoll, mal unheimlich, aber immer ehrlich.

Thomas Rauscher, Synchronschauspieler, erzählt mit Empathie und viel Gespür für Spannung. 
Zwei Geschichten spielen in Friesland
und Thomas verleiht ihnen einen
besonderen norddeutschen Charme. 






Begleitet werden die Texte von den Kompositionen 
der Pianistin Klaudia Debreová – 
wunderschöne Zwischentöne für all die Situationen, 
die sich nicht mit Worten beschreiben lassen.






Ein herzliches Dankeschön an die Kreativen im Hintergrund:
Jürgen Schwart im dunklen Studio und 
Bernd Sarcher inmitten von Grafiken www.webwerkraum.de 


7 Geschichten, Spielzeit 38 min
Preis: 4€ / mit Versand 5€                                     
Bestellungen unter: Susanne.ospelkaus@gmx.de





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Freitag, 12. Mai 2017

TastenKunst


… wenn Ideen fließen. Wir arbeiten gerade an einem neuen Projekt. 
Klaudia Debrová komponiert Melodien zu meinen Geschichten, eine ganz feine, leichte Musik mit soviel Gespür für die Figuren.
Ich geniesse die Momente, wenn man nicht einsam am Schreibtisch hockt und die alte Schreibmaschine nutze ich tatsächlich ab und zu. 

Bald erscheint ein Hörbuch = große Vorfreude!



Montag, 10. April 2017

(kein)Unwort Teil 3

Nachdem ich Unwörter gekürt habe, wird es Zeit für ein Nicht-Unwort. Ein Jubelwort. Ein Meisterwort. Ein Wort mit Veränderungskraft, das sich nicht um sich selbst dreht.
Bitte und Danke sind solche Wörter und es erfordert jahreslanges Training, bis sie einem leicht über die Lippen kommen und zu einer guten Angewohnheit werden. 

Mit dem Meisterwort verhält es sich anders. Wir ringen mit ihm, weil es uns demütigt. 
Wir hören es selten und fast nie von Personen im öffentlichen Leben. Sie sagen nicht das Meisterwort. Nein, sie rudern zurück oder relativieren oder behaupten, es nicht so gemeint zu haben oder noch häufiger: sie schweigen.
Kürzlich wurde dem einjährigen Zugunglück in Bad Aibling gedacht. Zwölf Menschen starben. Der Unverfallverursacher war ein Bahnangestellter und wurde verurteilt. Doch die betroffenen Menschen vermissen ein Wort von der Deutschen Bahn. Sie bekundet zwar Bedauern, Fassungslosigkeit und Trauer, aber das eine Wort, das bei der Trauerbewältigung hilft, wird nicht gesagt.

Das Radio berichte über die Missbrauchsfälle der "Regensburger Spatzen". Die Aufklärung sei schleppend. Einige Geistliche sprechen ihr Mitgefühl aus, aber andere wehren sich gegen Verleumdung.
Ein Opfer sagt im Interview: "Ich möchte alles aufarbeiten und mir hätte ein Wort geholfen: Entschuldigung."
Was ist los mit uns? Wieso können wir es nicht sagen? ENTSCHULDIGUNG!
Nicht das schnell dahingesagte "Tschuldigung".
Keine Abkürzungen! Ohne Ent-schuldigung gibt es keine Ent-lassung von Schuld. 
Manchmal flüchten wir uns in ein "Sorry", aber diesem Wort fehlt die Tiefe.
Um die volle Kraft des Meisterwortes zu erleben, müssen wir es mit allen vier Silben aussprechen. Ent-schul-di-gung.
Das Meisterwort entlastet den Sprecher und den Empfänger. Es ist universell einsetzbar, in der Politik, auf Arbeit, im Alltag, in Beziehungen.
Keine Abkürzungen mehr! Kein zurückrudern! Kein relativieren!

Lasst uns das Meisterwort mit all seiner Größe und Tiefe verwenden
und seine Veränderungskraft spüren.



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Mittwoch, 5. April 2017

Unwörter Teil 2

Wenn eine Jury jedes Jahr ein Unwort kürt, wähle ich auch ein weiteres. Frust!
Erst Stress, dann Frust. Kennt man doch.
Die Zwei passen zusammen wie ein altes Liebespaar. Der Stress und die Frustration, sie sorgen dafür, dass sich alles um einen selbst dreht.

Frustration taucht häufig nach einem Erfolg auf. Das Gefälle von Aufstieg zu Niedergang oder von Gelingen zu Scheitern ist besonders groß. 
Frust leitet sich vom lateinischen frustratio ab und beschreibt die Täuschung einer Erwartung. Ich bin ent–täuscht! 
Die Frustration wirbelt um mich herum und zurrt meine Welt auf "ich – mich – mein" zusammen. "Ich bin entmutigt, wegen meiner Situation. Es geht mir schlecht, denn jemand hat über mich etwas gesagt."

Das Liebespaar Stress und Frustration schlingen die Arme umeinander und hüpfen zu Falkos Melodie im Kreis: "Der Mensch, der mir am nächsten ist, bin ich, ich bin ein Egoist." Stress und Frustration tanzen auf meinem Selbstwert und meiner Identität herum. Sie drehen sich im Kreis und ziehen meine Erwartungen in ihren Sog. 
Alles dreht sich, mir fehlt die Ruhe, um mich zu fragen:
Ist mein Anspruch an mich und andere zu hoch?
Ist das Gefälle von Anerkennung und Kritik zu groß?
Kann ich das hohe Lebens- und Arbeitstempo halten?
Lass ich mich von den Erwartungen anderer täuschen? 

Stress und Frustration. Ich mag die Zwei nicht. Sie wollen mir weismachen, dass meine Anstrengungen nie ausreichend sein werden. Das Lebenstempo lässt sich nur schwer drosseln und das ist frustrierend. 
Doch dem tanzenden Pärchen können wir die Musik abdrehen.
"Der Mensch, der mir am nächsten ist …" Stille!


Nachdenken: 
Unwörter löschen
Täuschungen enttarnen
den eigenen Rhythmus finden
zur persönlichen Lebensmelodie tanzen




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