Mittwoch, 26. Juli 2017

ein besonderer Ort

Ich wäre nicht auf den Gedanken gekommen, an solch einem Ort zu lesen. 
Schön, dass jemand anderes die Idee hatte und ich bin überrascht, wie meine Figuren in einer Pflegeschule durch die Gänge schleichen und Spuren hinterlassen.
Es war mir eine Freude an diesem besonderen Ort zu lesen.







Montag, 24. Juli 2017

unterwegs mit E. (2)

Immer wieder klagte Elos, unser eritreische Freund, dass die deutsche Sprache so schwierig sei: Deklination, Konjugation, Präposition, Irritation!
Deutsch gehört nicht zu den schwierigsten Sprachen, las ich. Man könne sie in ca. 750 Stunden erlernen ähnlich wie Englisch und Spanisch. Viel schwieriger sei Finnisch oder Ungarisch, da bräuchte man über 1000 Unterrichtsstunden.
Ich tröstete Elos mit der Information, dass das deutsche Alphabet nur 26 Buchstaben habe, das Alphabet seiner Muttersprache Tigrinya hingegen 250.
"Siehst du Elos? Deutsch ist einfach!"
"Ja. Aber schwer … der, die, das … der Sonne?"
"Nein, die Sonne."
"Die Mond?"
"Nein, der Mond."
Er seufzte und blätterte in seinem Vokabelheft, dann bestimmte er die Zeitformen. 
Ich bin kein Pädagoge, aber muss man im ersten Schuljahr schon zwischen Perfekt und Plusquamperfekt unterscheiden? Würde das Präteritum anfangs nicht genügen? Ich mochte diese DaF- und DaZ-Hefte nicht, denn ich war mir nie sicher, ob er alles verstand. So suchte ich im Kinderzimmer nach geeigneter Lektüre. 
Statt den sperrigen Übungsheften von Dr.phil. holte ich das bunte Buch 
von Dr. Brumm, den dödeligen Bären, der für jede Notsituation eine Lösung parat hatte. Elos fand es nicht seltsam ein Kinderbuch zu studieren und ich wusste immer, wenn er den Text verstanden hatte. Dann lachte er laut. 
Eine Fremdsprache zu verstehen, ist schwer, 
doch Humor zu verstehen, ist Lebenskunst!







Mittwoch, 19. Juli 2017

unterwegs mit E. (1)

Wir lernten ihn in dem Jahr kennen, als aus dem Wort Gutmensch ein Schimpfwort wurde. Ich hatte mich in der Flüchtlingsunterkunft gemeldet, um meine Hilfe anzubieten. "Wenn einer möchte, lerne ich mit ihm Deutsch."
Er wollte und war eifrig und sehr pünktlich. Anfangs trafen wir uns in der Bibliothek. Ich ließ ihn die Stufen zum Leseraum zählen. 88 und wenn er sich verzählte, musste er von vorne anfangen. Er lernte leichter, wenn wir in Bewegung waren. 
Dann zogen wir durch die Straßen und er entzifferte Schilder an Türen und Aushängen: "Auf. Zu. Heute geschlossen."
Es dauerte nicht lange und er saß mit unseren Kindern am Küchentisch. Gemeinsam lernt es sich auch leichter. Bin ich jetzt ein Gutmensch? Quatsch! Einfach Mensch.


Mittwoch, 12. Juli 2017

himmlisch

"Seit ich dich kenne, finde ich die Sache mit Gott nicht mehr merkwürdig", sagte meine Freundin.
Die Sache mit Gott und seinem Sohn und der Ewigkeit, sie ist tatsächlich würdig – würdig, beachtet zu werden.

Gottesdienst im Quelltor www.quelltor.de mit Klaudia Debreová
 und Musik und Geschichten und dem Wichtigsten: Jesus!



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Montag, 3. Juli 2017

Eindrücke

Es war eine schöne kleine Lesereise mit vielen Eindrücken, Gesprächen und Erlebnissen.
Ein herzliches Dankeschön geht an die Veranstalter: 
Krankenhausseelsorge Frankfurt (Oder), 
Bibliothek Beeskow, 
Wichern Diakonie Frankfurt (Oder),
dem Hospizdienst Brandenburg 
und meiner musikalischen Begleitung Klaudia Debreová. Nach so vielen Stunden auf der Autobahn und Nächten im Doppelbett sind wir nun verschwestert :) !

mit meiner Mutti

Ausblick

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in Aktion











Dienstag, 27. Juni 2017

Lesungen in Brandenburg

"Wenn der Alltag schrumpft" ist die Geschichte von Klara und Peter. 
Sie meine persönlichste und meine größte Herausforderung war, Schweres mit Leichtigkeit zu erzählen. Darf man über Trauriges humorvoll schreiben? 
Ja, wenn es Mut macht!

Ich freue mich auf zwei sehr besondere Lesungen in meiner Heimat 
und ich freue mich auf Begegnungen und Gespräche und den besonderen Geschichten, die jeder in sich trägt.


Seltsam,
dass sich das Leben erst reduzieren muss,
damit man seine Fülle begreifen kann.




NICHT OHNE GRUND – eine musikalische Lesung
Donnerstag, den 29. Juni um 18:30 Uhr in Beeskow
Kupferschmiede
Mauerstraße 28
15848 Beeskow

Freitag, den 30. Juni um 19:00 Uhr in Frankfurt (Oder)
Wichernsaal der Wichern Diakonie
Luisenstraße 21-24
15230 Frankfurt (Oder)




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