Sonntag, 7. Juli 2013

Märchenzeit

Meine Mutti las sie mir vor und später las ich sie selbst, die Märchen. Wir hatten ein dickes Märchenbuch in altdeutscher Schrift mit vergilbten Seiten und kolorierten Tuschezeichnungen. Grimm, Hauff und Andersen im originalen Text. Ich mochte sie.Heute liest man den Kindern, wenn überhaupt, nur Softversionen vor. Aus der „Kleinen Meerjungfrau“ wird Arielle mit Happyend. Opfer, Verlust und Sterben wird herausgefiltert. Dabei sind (einige) Pädagogen der Meinung, das Märchen zur Charakterbildung beitragen. Nirgends wird so klar zwischen gut und böse, fleißig und faul, Lohn und Strafe unterschieden wie in Märchen.Es gibt die Verulkungen a´la Otto und Horrorverfilmungen, wo ich meistens wegschalte oder wenigstens den Ton abdrehe.Selbst vor erotischen Interpretationen machen Autoren nicht halt. „Rotkäppchen und der böse Wolf“ seien ein Symbol für … ach, lassen wir das.Märchen tragen eine Wahrheit in sich und deswegen gibt es meine Seite "märchenhaft".Nach dem „Fischer und seiner Frau“ rumpelt dann das Stilzchen durch den Text.


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