Sonntag, 27. September 2015

unter Slammern

Ich wollte es unbedingt ausprobieren: Poetry Slam. 
Gestern stand ich auf der Bühne – ein kleines Quader mit Teppich – darauf ein goldenes Mikrofon. Die Veranstalter Reim Rausch moderierten unterhaltsam und neun Poeten trugen nacheinander ihre Texte vor. Es war ein respektvolles und herzliches Miteinander.

Gewonnen habe ich nicht, wurde nicht Letzte, sondern Vorletzte. 
Umso mehr lauschte und analysierte ich mich und meine Kollegen. 
Wie begeistern sie das Publikum? Hier mein Ergebnis:
  • ich bin zu nachdenklich
  • ich reime nicht
  • ich nutze keine Kraftwörter
  • ich ziehe nicht über andere her, weder über die CSU (die viele Vorlagen bietet), Helene Fischer oder Hirschhausen, noch über Veganer oder Tussis
In vier Texten meiner Kollegen wütete der Teufel. Ja, mit dem Teufel als Figur kann man schreien, stampfen und schmutzige Wörter verwenden. 
Respekt vor den Poeten, denn die langen Texte wurden (meistens) auswendig vorgetragen, die Formulierungen waren überraschend und mit aktuellem Bezug. 
Rabatz haben sie auf dem Bühnchen gemacht!

Es scheint als …

könne man das "Böse" besser performen

… und das macht mich wieder sehr nachdenklich.







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