Donnerstag, 12. November 2015

Balanceakt Teil II

Man redet vom innern Mittelpunkt finden, vom im Flow oder geerdet sein und meint damit einen ausgewogenen Lebensstil.

Neurologen, Kinderärzte und Therapeuten beschäftigen sich auch mit dem Gleichgewichtssinn. Das vestibuläre System gehört zu den Basissinnen und wenn das über- oder unterempfindlich ist, herrscht Chaos oder Stillstand. Ich helfe Kindern dabei ihre Wahrnehmung in Einklang mit sich und der Umwelt zu bringen durch Bewegung, Körperkontakt und visuelle Kontrolle.

Visuelle Kontrolle bauchen wir auch in unserem Alltag, damit meine ich: ehrlich sein und hinschauen, wo wir aus dem Gleichgewicht geraten sind.
Ist aus Sparsamkeit schon Geiz geworden oder aus Stärke Gewalt?
Ist aus Treue Abhängigkeit oder aus Gelassenheit Gleichgültigkeit geworden?
Ist aus dem sich-mal-etwas-gönnen eine Sucht geworden?

Auch die Religionen suchen das Gleichgeweicht oder den inneren Frieden.
Es wird gebetet, meditiert und geatmet.
Buddha ist schon angekommen, er sitzt versunken in seiner Mitte und hat das dauerhafte Glück gefunden, indem er Leid erkannte, mit vernünftigen Argumenten durchdachte und überwand. Buddha sitzt auf seinen Füßen, Christus läuft durch den Staub dieser Welt.
Ich muss in Bewegung sein, um die Balance in meinem Leben zu halten – einem laufenden Gott kann ich besser folgen!


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