Freitag, 19. Februar 2016

Gewohnheiten

"Bist du eine Nachtigall oder Lärche?", fragte mich mal meine Patentante.
"Hä?"
"Na, ein Nachtmensch oder ein Frühaufsteher?"
"Ach so! Weder noch."
Ich stehe ungern zeitig auf und gehe nicht all zu spät ins Bett. 
Genies kommen mit wenig Schlaf aus. Ich bin keins.
Am effektivsten schreibe ich, wenn es in unserer Wohnung ruhig ist, wenn Mann und Kinder unterwegs sind oder schlafen. Nun versuche ich mir Zeiträume zu konstruieren, die mich in Ruhe schreiben lassen. 
Nachts: obwohl ich müde vom Tagwerk bin, versuche ich mich an meinen Textideen, werde aktiv, munter, so munter, dass ich keinen Schlaf mehr finde und am nächsten Morgen nicht in die Waagerechte komme.
Ich probiere es auch andersherum.
Morgens: ich stehe auf, wenn alle noch schlafen. Zwei Stündchen schreiben, bevor ich die Kinder wecke. Es ist schrecklich, ich komme nicht in die Gänge.
Aber man sagt, neue Verhaltensweisen muss man bis zu drei Wochen einüben bis sie zur Gewohnheit werden. 
Einfach mal durchhalten und den Biorhythmus austricksen? Kann man das?
Viele Menschen arbeiten im Schichtdienst und bringen Höchstleistung, aber kreative Höchstleistung? Lässt sich das erzwingen?
Ich las in der Studie eines Hirnforschers, dass der Mensch kurz vor dem Einschlafen und kurz nach dem Aufwachen seine kreativsten Phasen hätte. 
Das ist doch eine gute Nachricht! Ich wünschte, dass diese Information bis in mein Hirn dringt, meine Finger aktiviert, Ideen und Worte heraussprudeln und Romane entstehen. Drei Wochen. Durchhalten. Angewöhnen.

… und welche Gewohnheit würdest Du Dir gerne aneignen? Drei Wochen!




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