Mittwoch, 24. Februar 2016

nah gebracht

Ich mag viele Musikstile, wenn man sie mir nah bringt.
Ich geniesse Django Reinhardt, weil ich Romas kennengelernt hatte und in ihr Leben schauen durfte.
Ich höre die Progressive-Metall-Band Dream Theater, weil mich die Begeisterung eines Gitarristen angesteckt hatte.
Ich träume mit Chopin Nocturne, weil sich die Musik ganz im Dienst menschlicher Stimmungen stellt. Sie will nichts erklären.

Letzten Sonntag durfte ich bei einer facettenreichen Veranstaltung dabei sein.
Klaudia Debreova spielte Chopin und Beethoven als wären es ihre eigenen Kompositionen. Sie hätte auch wundervoll gespielt, wenn es keinen Zuhörer gegeben hätte. Die Stücke verlangten Vortrefflichkeit.
Klaudia Debreova am Flügel

Teresia Ndigai sang eigene Lieder auf Suaheli und die fremde Sprache wirkte trotzdem vertraut, weil wir auch Gefühle des Zweifelns und Hoffens kennen. 
Teresia Ndigai
Ich las meine Geschichten über Claas Osterkamp und Uwe Feddersen und merkte erst hinterher, dass das Münchner Publikum nur norddeutschen Figuren kennengelernt hatte. 
Die Musik hatte diese Geschichten irgendwie eingefordert und ich musste ihr gehorchen.


Eine wunderbare Vielfalt der Kunst! Gerne wieder :)




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