Sonntag, 24. Juli 2016

#Amoklauf#Muenchen

Betroffen. Erschüttert. Schockiert.
Die Öffentlichkeit findet nur noch Ein-Wort-Sätze für den Amoklauf in München.

22. Juli – auch mein großer Sohn ist fußläufig zum Einkaufszentrum unterwegs. 
Ein tiefer Schreck durchfährt mich, als ich von der Gewalttat höre. Ich telefoniere.
"Schatz, wo bist du?"
"Mama, etwas ganz Schlimmes ist passiert. Hier sind Polizei und Straßensperren und Hubschrauber."
"Wo bist du jetzt?"
"In der S-Bahn."
"Gut. Komm schnell nach Hause."
Ich denke an meinen Sohn und seinen Freund, aber ich denke auch an die Betroffenen.

Finger fliegen über Buchstaben und in den sozialen Netzwerken häufen sich die Nachrichten. Ich lese mit. Manche tippen, wieso man sich so aufrege, denn täglich sterben tausende Menschen an Gewalt und keiner kommentiert das.
Leider, denn sie haben keine Stimme!
Ich würde gerne der kleinen Samira eine Stimme geben. Letzte Woche starb sie auf dem Schulweg bei einem Bombenangriff in Aleppo mit vielen anderen Kindern wie Tarek, Mina oder Amir. 

Ich weiß nichts von dem Schmerz ein Kind zu verlieren und ahne nur von dem Schreck, der sich tief in die Seele der Eltern gräbt.

In weiteren Posts hieß es:

Lächerlich und nutzlos lauten die Kommentare oder Gewalt geschehe aufgrund einer Religion. Ich kenne die Argumente von Atheisten über den Unsinn von Glauben und ihr Lob auf die Humanität.

Man könnte die Hände über dem Kopf zusammenschlagen bei all dem Kummer. 
Die Faust ballen über die Gewalt. 
Den Mittelfinger zeigen ob der Ungerechtigkeit. 
Die Hände in den Schoss legen vor Hilflosigkeit oder 
die Hände falten.
Ich bete und dann kommen mir auch andere Opfer in den Sinn.
Wo ist die kleine blonde Inga? 
Wann können Peggys Eltern, ihre Tochter in ein Grab legen und sie ruhen lassen?

Ich fühle mit den Münchner Opfern und um Himmels Willen – ich habe auch so viele Fragen. Aber bevor ich untätig bin, bete ich und hoffe, dass Jesus mich mitnimmt, wenn ER Trauernde tröstet, 
Verzweifelte berührt, 
Hoffnungslose aufrichtet, 
Verletzte heilt und 
Leidende lindert.

Bleibt bewahrt!



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