Freitag, 4. Mai 2018

Krisen

Ich habe gerade einen Artikel abgeliefert, der von Krisen und Chancen handelt.
Eine Krise sei etwas Positives, schließlich stammt das Wort aus dem Griechischen und bedeutet: Betrachtung, Beurteilung und Entscheidung. In der Medizin versteht man unter Krisis einen Wendpunkt.
Ja, eine Krise ist nichts Schlechtes. Nur wenn sie andauert, dann wird sie zur Katastrophe. Ich schlug meinen Lesern vor, eine auftretende Krise zu umarmen und willkommen zu heißen.

Letzte Woche hatte ich die Gelegenheit, meine eigenen Ratschläge umzusetzen. Eine Krise stellte sich mir breitbeinig in den Weg. Ich trat ihr gegen das Schienbein und schrie: „Verschwinde! Es war alles gut, bis du kamst.“
Sie verschwand nicht, stattdessen stand sie herum.
Ich duckte mich an ihr vorbei. Ich machte Umwege. Irgendwann hockte sie auf dem Boden und jammerte: "Ich bin kein Störenfried, sondern ein Wendepunkt. So hast du das in dem Artikel geschrieben und der Grafiker hat ein hübsches Bild dazu gemalt."
Ich ging in die Knie und setzte mich zu ihr und da saßen wir und unterhielten uns. Sie fragte, welche Herausforderungen ich schon bewältigt hätte und wie ich es geschafft habe. Sie stellte viele Fragen und lud mich zum Betrachten und Beurteilen ein.
Sie ließ mich tief in mein Innerstes schauen:
Was treibt mich?
Was ist mir wichtig?
Was habe ich bewältigt?
Welche Erfahrungen habe ich gesammelt?

Wenn es unbedingt sein muss, soll die Krise eintreten.
Sie darf sich auf mein Sofa setzen, ich serviere ihr einen heißen Tee und lerne von ihr.
Aber bitte, Krise, komm nicht zu oft und bleib nicht zu lang.


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